Lieferengpass bei URBASON SOLUBILE FORTE 250 MG: Wie lange wird die Knappheit anhalten?

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 09. September 2025

Das für Medikamente zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 29.04.2025 veröffentlicht, dass es aktuell beim Präparat URBASON SOLUBILE FORTE 250 MGEngpässe bei der Lieferung gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Arzneimittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Das Gesundheitswesen sieht sich mit einer zunehmenden Herausforderung in Bezug auf Lieferengpässe bei Medikamenten konfrontiert. Die Gründe für Engpässe sind dabei vielfältig und reichen von Problemen in der Herstellung bis hin zu regulatorischen Schwierigkeiten. Immer mehr Patienten müssen deshalb nun auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Auch URBASON SOLUBILE FORTE 250 MG ist aktuell betroffen.

Erhöhte Nachfrage nach URBASON SOLUBILE FORTE 250 MG

Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von Fidia Pharma GmbH, bleibt für den Zeitraum vom 14.04.2025 bis zum 31.12.2025 aufrechterhalten. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für URBASON® SOLUBILE FORTE 250 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Urbason solubile forte 250 mg – Einreichungsnummer: 0085746 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Die Konsultation von Fachpersonal ist vor dem Kauf von Produkten unerlässlich.

Knappheiten bei der Medikamentenversorgung können auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. Diese reichen von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch liegt die vorrangige Ursache des Problems darin, dass für die meisten Wirkstoffe nur eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Sitz in Ländern wie China und Indien haben, die oft weit entfernt liegen. Im vorliegenden Fall teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Außerdem ergänzt das Bundesinstitut dazu: “The current reason of shortage is an increase of sales due to shortage of competitor. Furthermore, for next batches to be manufactured and released, we are working on the switch from current finish product manufacturer to a new one”.

URBASON SOLUBILE FORTE 250 MG: Die Details zum Arzneimittel

Bei URBASON® SOLUBILE FORTE 250 MG handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Natrium(methylprednisolon-21-succinat) von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:

  • Multiple Sklerose, nicht näher bezeichnet
  • Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
  • Intrakranieller Abszess und intrakranielles Granulom
  • Multiple Sklerose mit vorherrschend schubförmigem Verlauf: Mit Angabe einer akuten Exazerbation oder Progression
  • Hirnödem
  • Bakterielle Meningitis, nicht näher bezeichnet
  • Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens: Gehirn, nicht näher bezeichnet
Medikament URBASON SOLUBILE FORTE 250 MG
Hersteller FIDIA FARMACEUTICI SPA
PZN 01646632
Wirkstoff Natrium(methylprednisolon-21-succinat)
Gültigkeitszeitraum 14.04.2025 bis 31.12.2025
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat Urbason solubile forte 250 mg – Einreichungsnummer: 0085746
Begründung für den Lieferengpass Erhöhte Nachfrage

(Stand der Meldung: 29.04.2025)

Verfügbarkeit und Ausblick

Ob es im Fall URBASON SOLUBILE FORTE 250 MG beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.

Gerade jetzt sind die Apotheken besonders gefragt und müssen mit viel Geschick auf die aktuellen Engpässe reagieren. Unter Umständen ist es möglich, von der Standardpackungsgröße abzuweichen oder Alternativen anzubieten. Obwohl dies derzeit eine gute Lösung darstellt, sollte dieses Provisorium kein Dauerzustand werden. Es wird bereits seit geraumer Zeit versucht, die Lieferengpässe von Medikamenten zu bewältigen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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