Lieferengpass bei CUSTODIOL: Darum ist das Medikament aktuell nicht verfügbar

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 02. September 2025

Das für Medikamente zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bereits im Jahr 2024 veröffentlicht, dass es anhaltend beim Präparat CUSTODIOLEngpässe bei der Lieferung gibt. Wieso es zu Einschränkungen kommt und wofür das Präparat gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Auch in Deutschland sind Lieferengpässe bei Medikamenten inzwischen ein zunehmend besorgniserregendes Problem. Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen, da die benötigten Arzneimittel nicht verfügbar sind. Manche fehlen bereits seit einigen Monaten, andere können recht schnell wieder geliefert werden. Davon betroffen ist aktuell auch CUSTODIOL.

Probleme in der Produktion bei CUSTODIOL

Derzeit betrifft die Lieferengpassmeldung das Medikament von Dr. Franz Köhler Chemie Gesellschaft mit beschränkter Haftung und ist für den Zeitraum vom 18.09.2024 bis zum 17.09.2025 wirksam. Schwierig zu bewältigen ist das Lieferdefizit vor allem, weil das Medikament in Krankenhäusern dringend benötigt wird. Als Alternativpräparat für CUSTODIOL wird jedoch vom Bundesinstitut Custodiol – Einreichungsnummer: 2143815 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall gilt hier: Die Konsultation von Fachpersonal ist vor dem Kauf von Produkten unerlässlich.

Es gibt verschiedene Ursachen für Knappheiten bei der Versorgung mit Medikamenten: Von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis hin zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch ist die hauptsächliche Wurzel des Problems darin zu finden, dass für die meisten Wirkstoffe nur noch eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Hauptsitz in China und Indien haben, was oft weit entfernt ist. Im vorliegenden Fall sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird. Desweiteren ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Identifizierte Stabilitätsprobleme innerhalb der Laufzeit bei Custodiol Flaschen (500 ml, 1000 ml)”.

CUSTODIOL: Die Details zum Medikament

CUSTODIOL ist ein zugelassenes Medikament und vor allem wegen seiner Wirkstoffe Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Kalium-hydrogen-2-oxopentandioat, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Mannitol (Ph.Eur.), Natriumchlorid und Tryptophan von Bedeutung.

Medikament CUSTODIOL
Hersteller Dr. Franz Köhler Chemie Gesellschaft mit beschränkter Haftung
PZN 07577688
Wirkstoffe Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Kalium-hydrogen-2-oxopentandioat, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Mannitol (Ph.Eur.), Natriumchlorid und Tryptophan
Gültigkeitszeitraum 18.09.2024 bis 17.09.2025
relevant im Krankenhaus ja
Alternativpräparat Custodiol – Einreichungsnummer: 2143815
Begründung für den Lieferengpass Probleme in der Herstellung

(Stand der Meldung: 17.09.2024)

Verfügbarkeit und Ausblick

Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall CUSTODIOL ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.

Derzeit sind die Apotheken stark gefordert und müssen clever auf die vorhandenen Engpässe reagieren. In bestimmten Fällen können sie beispielsweise von der vorgegebenen Packungsgröße abweichen oder Alternativen bereitstellen. Obwohl dies derzeit gut funktioniert, ist das jedoch langfristig keine Lösung. Immer wieder gibt es Vorschläge, um die Lieferengpässe bei Arzneimitteln zu reduzieren. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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