Lieferengpass bei URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG: Darum ist das Medikament aktuell knapp
Zuletzt wurde am 29.04.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Medikament URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG bezieht. Bereits am 28.03.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Die Problematik von Lieferengpässen bei Medikamenten ist in Deutschland nicht neu, aber die Versorgungssituation hat sich in jüngster Zeit dramatisch verschlechtert. Eine wachsende Zahl von Patienten muss auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Therapien umstellen. Das gilt aktuell auch für URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG.
Lieferprobleme beim Medikament URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG: “Erhöhte Nachfrage”
Aktuell ist die Benachrichtigung über den Lieferengpass des Medikaments von Fidia Pharma GmbH für den Zeitraum vom 31.03.2025 bis zum 31.12.2025 in Kraft. Kritisch ist das Lieferdefizit vor allem, weil das Medikament eine hohe Relevanz für Krankenhäuser hat. Als Alternativpräparat für URBASON® SOLUBILE FORTE 1000 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Methylprednisolon acis 1000 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung – Einreichungsnummer: 2189739 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Unzweifelhaft ist aber: Bevor Sie Produkte kaufen, holen Sie sich bitte die Meinung qualifizierter Fachkräfte ein.
Verschiedene Faktoren können individuell oder in Kombination dazu führen, dass es zu einem Lieferengpass bei einem bestimmten Medikament kommt. Im vorliegenden Fall teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Weiterhin ergänzt das Bundesinstitut dazu: “We have an increase of sales due to shortage of competitor”.
URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG: Die Details zum Medikament
URBASON® SOLUBILE FORTE 1000 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Natrium(methylprednisolon-21-succinat) von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Erkrankungen verschrieben:
- Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
- Intrakranieller Abszess und intrakranielles Granulom
- Bakterielle Meningitis, nicht näher bezeichnet
- Multiple Sklerose, nicht näher bezeichnet
- Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens: Gehirn, nicht näher bezeichnet
- Hirnödem
- Multiple Sklerose mit vorherrschend schubförmigem Verlauf: Mit Angabe einer akuten Exazerbation oder Progression
| Medikament | URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG |
|---|---|
| Hersteller | FIDIA FARMACEUTICI SPA |
| PZN | 01693991 |
| Wirkstoff | Natrium(methylprednisolon-21-succinat) |
| Gültigkeitszeitraum | 31.03.2025 bis 31.12.2025 |
| relevant im Krankenhaus | ja |
| Alternativpräparat | Methylprednisolon acis 1000 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung – Einreichungsnummer: 2189739 |
| Begründung für den Lieferengpass | Erhöhte Nachfrage |
(Stand der Meldung: 29.04.2025)
Wann ist das Medikament wieder verfügbar?
Ob es im Fall URBASON SOLUBILE FORTE 1000 MG beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.
Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann. Es wird bereits seit geraumer Zeit versucht, die Lieferengpässe von Medikamenten zu bewältigen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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