Lieferengpass bei URBASON 16 MG TABLETTEN: Wie lange wird die Knappheit anhalten?

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 09. September 2025

Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 28.04.2025 mitteilte, gibt es aktuell auch beim Präparat URBASON 16 MG TABLETTEN Lieferengpässe. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Mittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Das gilt aktuell auch für URBASON 16 MG TABLETTEN.

Probleme in der Produktion bei URBASON 16 MG TABLETTEN

Für das Medikament des Pharmaunternehmens Fidia Pharma GmbH ist die Meldung zum Lieferengpass aktuell für den Zeitraum vom 25.02.2025 bis zum 19.12.2025 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für URBASON® 16 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Urbason 16 mg Tabletten – Einreichungsnummer: 0091356 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall gilt hier: Es wird nachdrücklich davon abgeraten, im Ausland nach Ersatzlösungen zu suchen.

Verschiedene Faktoren können individuell oder in Kombination dazu führen, dass es zu einem Lieferengpass bei einem bestimmten Medikament kommt. Für URBASON® 16 MG sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Herstellerwechsel” angegeben wird. Weiterhin ergänzt das Bundesinstitut dazu: “The current manufacturer Sanofi Srl has stopped the production. On 24 April 2025 we have submitted a worksharing type II variation (DE/H/xxxx/WS/2126) to introduce the new manufacturer. We have entered 19/12/2025 as shortage end date as worst case of variation approval”.

URBASON 16 MG TABLETTEN: Die Details zum Arzneimittel

Bei URBASON® 16 MG handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Methylprednisolon von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:

  • Purpura anaphylactoides
  • Sonstige und nicht näher bezeichnete Nebennierenrindeninsuffizienz
  • Adrenogenitale Störung, nicht näher bezeichnet
  • Sarkoidose, nicht näher bezeichnet
  • Primäre Nebennierenrindeninsuffizienz
  • Hypopituitarismus
  • Sonstige autoimmunhämolytische Anämien
Medikament URBASON 16 MG TABLETTEN
Hersteller FIDIA FARMACEUTICI SPA
PZN 01971378
Wirkstoff Methylprednisolon
Gültigkeitszeitraum 25.02.2025 bis 19.12.2025
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat Urbason 16 mg Tabletten – Einreichungsnummer: 0091356
Begründung für den Lieferengpass Herstellerwechsel

(Stand der Meldung: 28.04.2025)

Wann ist das Medikament wieder lieferbar?

Ob es im Fall URBASON 16 MG TABLETTEN beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.

Die Apotheken stehen derzeit vor besonderen Herausforderungen und setzen alles daran, Lösungen zu finden, wenn ein bestimmtes Medikament knapp ist. Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann. Schon seit längerem gab es Bestrebungen, Lieferengpässe von Medikamenten einzudämmen. Nach Verabschiedung eines Gesetzes für Deutschland durch die Bundesregierung im Juli 2023 hat die Europäische Kommission im Oktober 2023 ein Dokument zur Bewältigung des Medikamentenmangels vorgelegt. Das übergeordnete Bestreben ist, die Produktion verstärkt nach Europa zu verlagern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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