Lieferengpass bei TAKROZEM 1 MG/G SALBE: Wann ist das Medikament wieder lieferbar?
Zuletzt wurde am 09.05.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Arzneimittel TAKROZEM 1 MG/G SALBE bezieht. Schon vor längerer Zeit war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Die Versorgungsprobleme mit Medikamenten werden für das Gesundheitssystem immer herausfordernder. Die Gründe für Engpässe sind dabei vielfältig und reichen von Problemen in der Herstellung bis hin zu regulatorischen Schwierigkeiten. Immer mehr Patienten müssen deshalb nun auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Das gilt aktuell auch für TAKROZEM 1 MG/G SALBE.
Probleme in der Produktion bei TAKROZEM 1 MG/G SALBE
Für das Medikament des Pharmazeuten PIERRE FABRE DERMO KOSMETIK GmbH ist die Meldung zum Lieferengpass aktuell für den Zeitraum vom 30.06.2023 bis zum 31.12.2025 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für TAKROZEM® 1 MG/G SALBE wird jedoch vom Bundesinstitut Protopic 0,1% Salbe – OP30g – Einreichungsnummer: 2701533 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Unzweifelhaft ist aber: Die Konsultation von Fachpersonal ist vor dem Kauf von Produkten unerlässlich.
Knappheiten bei der Medikamentenversorgung können auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. Diese reichen von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch liegt die vorrangige Ursache des Problems darin, dass für die meisten Wirkstoffe nur eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Sitz in Ländern wie China und Indien haben, die oft weit entfernt liegen. Für TAKROZEM® 1 MG/G SALBE sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.
TAKROZEM 1 MG/G SALBE: Die Details zum Medikament
Bei TAKROZEM® 1 MG/G SALBE handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Tacrolimus-Monohydrat von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Krankheiten verschrieben:
- Atopisches [endogenes] Ekzem, nicht näher bezeichnet
| Medikament | TAKROZEM 1 MG/G SALBE |
|---|---|
| Hersteller | Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH |
| PZN | 14063292 |
| Wirkstoff | Tacrolimus-Monohydrat |
| Gültigkeitszeitraum | 30.06.2023 bis 31.12.2025 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | Protopic 0,1% Salbe – OP30g – Einreichungsnummer: 2701533 |
| Begründung für den Lieferengpass | Probleme in der Herstellung |
(Stand der Meldung: 09.05.2025)
Wann ist das Medikament wieder verfügbar?
Ob es im Fall TAKROZEM 1 MG/G SALBE beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.
Die Apotheken stehen derzeit vor besonderen Herausforderungen und setzen alles daran, Lösungen zu finden, wenn ein bestimmtes Medikament knapp ist. Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann. Immer wieder gibt es Vorschläge, um die Lieferengpässe bei Arzneimitteln zu reduzieren. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene gibt es inzwischen Gesetze und Strategiepapiere. Das oberste Bestreben ist, die Produktion verstärkt nach Europa zurückzuverlagern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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