Lieferengpass bei SEROQUEL PROLONG 50 MG RETARDTABLETTEN: Darum ist das Medikament aktuell knapp
Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt am 01.09.2025 mitteilte, kommt es aktuell auch beim Medikament SEROQUEL PROLONG 50 MG RETARDTABLETTEN weiterhin zu Lieferengpässen. Bereits am 17.12.2024 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Mittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Auch SEROQUEL PROLONG 50 MG RETARDTABLETTEN ist aktuell betroffen.
Erhöhte Nachfrage nach SEROQUEL PROLONG 50 MG RETARDTABLETTEN
Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von Cheplapharm Arzneimittel GmbH, bleibt für den Zeitraum vom 01.07.2025 bis zum 21.11.2025 aufrechterhalten. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für SEROQUEL PROLONG® 50 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Seroquel Prolong 50 mg Retardtabletten – Einreichungsnummer: 2170561 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Suchen Sie auf keinen Fall im Ausland nach Alternativen.
Lieferengpässe bei Medikamenten können durch verschiedene Faktoren entstehen. Eine wichtige Ursache sind die Produktion und Verfügbarkeit von Rohstoffen, aus denen die Arzneimittel hergestellt werden. Wenn es hier Defizite gibt, kann es zu einer Unterbrechung in der Lieferkette kommen. Für SEROQUEL PROLONG® 50 MG teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Außerdem ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Generics out of stock, therefore increased demand”.
SEROQUEL PROLONG 50 MG RETARDTABLETTEN: Die Details zum Arzneimittel
SEROQUEL PROLONG® 50 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Quetiapinfumarat (Ph.Eur.) von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Leiden verschrieben:
- Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode ohne psychotische Symptome
- Bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte oder mittelgradige depressive Episode
- Schizophrenie, nicht näher bezeichnet
- Depressive Episode, nicht näher bezeichnet
- Bipolare affektive Störung, nicht näher bezeichnet
| Medikament | SEROQUEL PROLONG 50 MG RETARDTABLETTEN |
|---|---|
| Hersteller | Cheplapharm Arzneimittel GmbH |
| PZN | 04172809 |
| Wirkstoff | Quetiapinfumarat (Ph.Eur.) |
| Gültigkeitszeitraum | 01.07.2025 bis 21.11.2025 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | Seroquel Prolong 50 mg Retardtabletten – Einreichungsnummer: 2170561 |
| Begründung für den Lieferengpass | Erhöhte Nachfrage |
(Stand der Meldung: 01.09.2025)
Arzneimittel-Knappheit in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?
Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall SEROQUEL PROLONG 50 MG RETARDTABLETTEN ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.
Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann. Die Bemühungen zur Eindämmung der Lieferengpässe von Arzneimitteln bestehen bereits seit einiger Zeit. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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apomio-Redaktion
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