Lieferengpass bei SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN: Darum ist das Medikament aktuell nicht lieferbar

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 21. August 2025

Zuletzt wurde am 17.02.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Medikament SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN bezieht. Bereits am 12.02.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Schwierigkeiten gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Arzneimittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Ihr Arzt hat Ihnen ein Rezept ausgestellt, aber die Apotheke lehnt es mit einem traurigen Kopfschütteln ab? Seit einiger Zeit erleben das viele Menschen, denn auch in Deutschland sind nun die Medikamente knapp. Immer mehr Patienten müssen deshalb auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Davon betroffen ist aktuell auch SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN.

Details zum Lieferengpass beim Medikament SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN

Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von Cheplapharm Arzneimittel GmbH, bleibt für den Zeitraum vom 17.02.2025 bis zum 31.07.2025 aufrechterhalten. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN wird jedoch vom Bundesinstitut Seroquel Prolong 50 mg Retardtabletten – Einreichungsnummer: 2170561 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall muss beachtet werden: Kaufen Sie keine Produkte ohne die Beratung von entsprechendem Fachpersonal.

Ob Qualitätsprobleme bei der Produktion bis hin zu Verpackungsproblemen: die Ursachen für die Lieferengpässe sind vielfältig. Für SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Desweiteren ergänzt das Bundesinstitut dazu: “increased demand; exceptional increase of demand due to out of stock of competitors”.

SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN: Die Details zum Arzneimittel

Bei SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Quetiapinfumarat (Ph.Eur.) von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:

  • Bipolare affektive Störung, nicht näher bezeichnet
  • Depressive Episode, nicht näher bezeichnet
  • Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode ohne psychotische Symptome
  • Bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte oder mittelgradige depressive Episode
  • Schizophrenie, nicht näher bezeichnet
Medikament SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN
Hersteller Cheplapharm Arzneimittel GmbH
PZN 01168144
Wirkstoff Quetiapinfumarat (Ph.Eur.)
Gültigkeitszeitraum 17.02.2025 bis 31.07.2025
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat Seroquel Prolong 50 mg Retardtabletten – Einreichungsnummer: 2170561
Begründung für den Lieferengpass Erhöhte Nachfrage

(Stand der Meldung: 17.02.2025)

Lieferprobleme in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?

Es ist unklar, ob im Fall SEROQUEL PROLONG 150 MG RETARDTABLETTEN der derzeitige Geltungszeitraum beibehalten wird, da der Engpass möglicherweise länger anhält.

Besonders gefordert sind derzeit die Apotheken, die mit viel Improvisation auf die entsprechenden Engpässe zu reagieren versuchen. Bei manchem Medikament ist es etwa möglich, von der Packungsgröße abweichen oder Alternativen ausgeben. Im Großen und Ganzen scheint das zwar gut zu funktionieren, langfristig ist das aber natürlich keine Lösung. Immer wieder gibt es Vorschläge, um die Lieferengpässe bei Arzneimitteln zu reduzieren. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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