Lieferengpass bei RISPERIDON ARISTO 1 MG/ML LÖSUNG: Darum ist das Medikament nach wie vor nicht verfügbar

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 11. April 2025

Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 09.04.2025 mitteilte, gibt es aktuell auch beim Medikament CALCIUMACETAT 950 MG Lieferengpässe. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Auch CALCIUMACETAT 950 MG ist aktuell betroffen.

Probleme in der Produktion bei CALCIUMACETAT 950 MG

Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von KyraMed Biomol Naturprodukte GmbH, bleibt für den Zeitraum vom 17.03.2025 bis zum 30.06.2025 aufrechterhalten. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für CALCIUMACETAT 950 MG FILMTABLETTEN wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. Dennoch kann es sich lohnen, in der Apotheke nach Alternativen zu fragen. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Produkte sollten erst nach fachkundiger Beratung erworben werden.

Es gibt verschiedene Ursachen für Knappheiten bei der Versorgung mit Medikamenten: Von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis hin zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch ist die hauptsächliche Wurzel des Problems darin zu finden, dass für die meisten Wirkstoffe nur noch eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Hauptsitz in China und Indien haben, was oft weit entfernt ist. Im vorliegenden Fall sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Änderung des Herstellverfahrens” angegeben wird. Weiterhin ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Wir haben bei unserem Lohnhersteller Artesan fertig produzierte Ware, die nicht freigegeben werden kann, da ein Hilfsstoff im Coating nicht deklariert ist”.

CALCIUMACETAT 950 MG: Die Details zum Arzneimittel

CALCIUMACETAT 950 MG FILMTABLETTEN ist ein apothekenpflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Calciumacetat von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Pathologien verschrieben:

  • Chronische Nierenkrankheit, Stadium 5
  • Sonstige Störungen des Phosphorstoffwechsels und der Phosphatase

Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:

  • Das Präparat bindet Phosphat aus der Nahrung und ermöglicht eine Ausscheidung mit dem Stuhl.
  • Es wird angewendet zur Senkung erhöhter Phosphatwerte im Blut.
  • Es wird angewendet bei chronischer Nierenschwäche mit angezeigter Dialyse.
Medikament CALCIUMACETAT 950 MG
Hersteller KyraMed Biomol Naturprodukte GmbH
PZN 01586976
Wirkstoff Calciumacetat
Gültigkeitszeitraum 17.03.2025 bis 30.06.2025
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat keine Angaben
Begründung für den Lieferengpass Änderung des Herstellverfahrens

(Stand der Meldung: 09.04.2025)

Wann ist das Medikament wieder lieferbar?

Ob es im Fall CALCIUMACETAT 950 MG beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.

Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann. Es wird bereits seit geraumer Zeit versucht, die Lieferengpässe von Medikamenten zu bewältigen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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