Lieferengpass bei QUETIAPIN GLENMARK 150 MG RETARDTABLETTEN: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Medikaments
Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 08.04.2025 mitteilte, gibt es aktuell auch beim Arzneimittel RENACET 950 MG Lieferengpässe. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Arzneimittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Derzeit sind viele Pharmazeuten und Apotheker damit beschäftigt, Lösungen für fehlende Arzneimittel zu finden, denn in ganz Europa sind die Präparate knapp. Immer mehr Patienten müssen deshalb auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Davon betroffen ist aktuell auch RENACET 950 MG.
Probleme in der Produktion bei RENACET 950 MG
Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von RenaCare NEPHROMED GmbH, bleibt für den Zeitraum vom 17.03.2025 bis zum 30.06.2025 aufrechterhalten. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für RENACET 950 MG wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. Nichtsdestotrotz könnte es sich auszahlen, in der Apotheke nach Alternativen zu fragen. Unzweifelhaft ist aber: Bevor Sie Produkte kaufen, holen Sie sich bitte die Meinung qualifizierter Fachkräfte ein.
Viele Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass Medikamente nicht rechtzeitig geliefert werden können. So können neben Produktionsproblemen auch regulatorische Faktoren eine Rolle spielen, wie z.B. behördliche Zulassungen und Kontrollen, die die Produktion und Lieferung verzögern. Für RENACET 950 MG sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Änderung des Herstellverfahrens” angegeben wird. Desweiteren ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Wir haben bei unserem Lohnhersteller Artesan fertig produzierte Ware, die nicht freigegeben werden kann, da ein Hilfsstoff im Coating nicht deklariert ist”.
RENACET 950 MG: Die Details zum Medikament
Bei RENACET 950 MG handelt es sich um ein Bei erhöhtem Phosphatspiegel im Blut bei dialysepflichtiger chronischer Nierenschwäche, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Calciumacetat-Hydrat ((mit Angaben zum Wasser-Gehalt (1:x))) von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Chronische Nierenkrankheit, Stadium 5
- Sonstige Störungen des Phosphorstoffwechsels und der Phosphatase
Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:
- Das Präparat bindet Phosphat aus der Nahrung und ermöglicht eine Ausscheidung mit dem Stuhl.
- Es wird angewendet zur Senkung erhöhter Phosphatwerte im Blut.
- Es wird angewendet bei chronischer Nierenschwäche mit angezeigter Dialyse.
| Medikament | RENACET 950 MG |
|---|---|
| Hersteller | RenaCare NEPHROMED GmbH |
| PZN | 00817563 |
| Wirkstoff | Calciumacetat-Hydrat ((mit Angaben zum Wasser-Gehalt (1:x))) |
| Gültigkeitszeitraum | 17.03.2025 bis 30.06.2025 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | keine Angaben |
| Begründung für den Lieferengpass | Änderung des Herstellverfahrens |
(Stand der Meldung: 08.04.2025)
Lieferprobleme in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?
Ob es im Fall RENACET 950 MG beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.
Die Apotheken stehen derzeit vor einer besonderen Herausforderung und müssen mit klugen Entscheidungen auf die Engpässe reagieren. Bei manchen Medikamenten ist es möglich, von der vorgeschriebenen Packungsgröße abzuweichen oder Alternativen bereitzustellen. Zwar scheint dies aktuell gut zu funktionieren, jedoch sollte dieses Provisorium nicht zur nachhaltigen Lösung der Probleme werden. Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene gibt es inzwischen Gesetze und Strategiepapiere. Darin sind sowohl Sofortmaßnahmen als auch langfristige Strategien festgehalten worden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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apomio-Redaktion
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