Lieferengpass bei PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG TABLETTEN: Wie lange wird die Knappheit anhalten?

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 16. September 2025

Zuletzt wurde am 10.08.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Medikament PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG TABLETTEN bezieht. Bereits am 31.07.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Medikament gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Zwar sind Lieferengpässe von Medikamenten in Deutschland kein gänzlich neues Problem, aber nun hat sich die Versorgungssituation noch verschärft. Immer mehr Patienten sehen sich gezwungen, auf lebenswichtige Medikamente zu verzichten oder auf alternative Therapieformen umzusteigen. Auch PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG TABLETTEN ist aktuell betroffen.

Details zum Lieferengpass beim Medikament PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG TABLETTEN

Die Mitteilung über den Lieferengpass für das Medikament, verkauft von PUREN Pharma GmbH & Co. KG (D), bleibt für den Zeitraum vom 17.07.2025 bis zum 30.10.2025 aufrechterhalten. Das Lieferdefizit ist vor allem deshalb delikat, weil das Medikament in Krankenhäusern dringend benötigt wird. Als Alternativpräparat für PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG wird jedoch vom Bundesinstitut Pramipexol PUREN 0,18 mg Tabletten – Einreichungsnummer: 2195706 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall gilt hier: Die Konsultation von Fachpersonal ist vor dem Kauf von Produkten unerlässlich.

Es gibt verschiedene Ursachen für Knappheiten bei der Versorgung mit Medikamenten: Von Verunreinigungen in den Arzneimitteln bis hin zur Einstellung der Produktion durch Hersteller. Dennoch ist die hauptsächliche Wurzel des Problems darin zu finden, dass für die meisten Wirkstoffe nur noch eine begrenzte Anzahl von Herstellern existiert, von denen viele ihren Hauptsitz in China und Indien haben, was oft weit entfernt ist. Für PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten “unzureichende Produktionskapazitäten” mit. Außerdem ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Herstellung wurde auf andere Molecules/Stärke konzentriert”.

PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG TABLETTEN: Die Details zum Arzneimittel

PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Pramipexoldihydrochlorid-Monohydrat von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:

  • Primäres Parkinson-Syndrom, nicht näher bezeichnet: Ohne Wirkungsfluktuation
  • Syndrom der unruhigen Beine [Restless-Legs-Syndrom]

Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:

  • Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Pramipexol und gehört zur Gruppe der Dopaminagonisten, die die Dopaminrezeptoren des Gehirns stimulieren. Die Stimulation der Dopaminrezeptoren löst Nervenimpulse im Gehirn aus, die dabei helfen, Körperbewegungen zu kontrollieren.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur:
    • Behandlung der Symptome bei idiopathischer Parkinson-Krankheit bei Erwachsenen. Es kann entweder allein oder in Kombination mit Levodopa (einem anderen Antiparkinsonmittel) angewendet werden.
    • Behandlung der Symptome des mittelgradigen bis schweren idiopathischen Restless-Legs-Syndroms (RLS) bei Erwachsenen.
Medikament PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG TABLETTEN
Hersteller PUREN Pharma GmbH & Co. KG
PZN 10945227
Wirkstoff Pramipexoldihydrochlorid-Monohydrat
Gültigkeitszeitraum 17.07.2025 bis 30.10.2025
relevant im Krankenhaus ja
Alternativpräparat Pramipexol PUREN 0,18 mg Tabletten – Einreichungsnummer: 2195706
Begründung für den Lieferengpass Unzureichende Produktionskapazitäten

(Stand der Meldung: 10.08.2025)

Arzneimittel-Knappheit in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?

Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall PRAMIPEXOL PUREN 0,18 MG TABLETTEN ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.

Besonders gefordert sind derzeit die Apotheken, die mit viel Improvisation auf die entsprechenden Engpässe reagieren müssen. Bei manchem Medikament ist es etwa möglich, von der Packungsgröße abweichen oder Alternativen ausgeben. Im Großen und Ganzen scheint das zwar gut zu funktionieren, langfristig ist das aber natürlich keine Lösung. Schon seit längerem gab es Bestrebungen, Lieferengpässe von Medikamenten einzudämmen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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