Lieferengpass bei PRAMIPEXOL HEXAL 0,52 MG RETARDTABLETTEN: Nach wie vor ist auch dieses Medikament von der Knappheit betroffen
Zuletzt wurde am 22.07.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Arzneimittel PRAMIPEXOL HEXAL 0,52 MG RETARDTABLETTEN bezieht. Bereits am 11.04.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Schwierigkeiten gibt. Wie lange es vermutlich zu Einschränkungen kommt und wofür das Mittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Lieferprobleme bei Medikamenten sind in Deutschland zwar kein neues Phänomen, doch gegenwärtig hat sich die Lage in der Versorgung weiter zugespitzt. Eine wachsende Anzahl von Patienten sieht sich gezwungen, auf essenzielle Medikamente zu verzichten oder auf alternative Therapien umzusteigen. Auch PRAMIPEXOL HEXAL 0,52 MG RETARDTABLETTEN ist aktuell betroffen.
Lieferschwierigkeiten beim Medikament PRAMIPEXOL HEXAL 0,52 MG RETARDTABLETTEN: Das sind die Details
Derzeit betrifft die Lieferengpassmeldung das Medikament von Hexal AG und ist für den Zeitraum vom 18.03.2025 bis zum 30.09.2025 wirksam. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für PRAMIPEXOL HEXAL® 0,52MG wird jedoch vom Bundesinstitut Pramipexol HEXAL 0,26 mg Retardtabletten – Einreichungsnummer: 2190757 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall muss beachtet werden: Suchen Sie auf keinen Fall im Ausland nach Alternativen.
Viele Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass Medikamente nicht rechtzeitig geliefert werden können. So können neben Produktionsproblemen auch regulatorische Faktoren eine Rolle spielen, wie z.B. behördliche Zulassungen und Kontrollen, die die Produktion und Lieferung verzögern. Für PRAMIPEXOL HEXAL® 0,52MG können vom BfArM jedoch aktuell keine genauen Angaben gemacht werden.
PRAMIPEXOL HEXAL 0,52 MG RETARDTABLETTEN: Die Details zum Medikament
Bei PRAMIPEXOL HEXAL® 0,52MG handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Pramipexoldihydrochlorid-Monohydrat von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Primäres Parkinson-Syndrom, nicht näher bezeichnet: Ohne Wirkungsfluktuation
Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:
- Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Pramipexol und gehört zur Gruppe der Dopaminagonisten, die die Dopaminrezeptoren des Gehirns stimulieren. Die Stimulation der Dopaminrezeptoren löst Nervenimpulse im Gehirn aus, die dabei helfen, Körperbewegungen zu kontrollieren.
- Es wird angewendet zur Behandlung der Symptome bei idiopathischer Parkinson-Krankheit bei Erwachsenen. Es kann entweder allein oder in Kombination mit Levodopa (einem anderen Antiparkinsonmittel) angewendet werden.
| Medikament | PRAMIPEXOL HEXAL 0,52 MG RETARDTABLETTEN |
|---|---|
| Hersteller | H e x a l Aktiengesellschaft |
| PZN | 08454947 |
| Wirkstoff | Pramipexoldihydrochlorid-Monohydrat |
| Gültigkeitszeitraum | 18.03.2025 bis 30.09.2025 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | Pramipexol HEXAL 0,26 mg Retardtabletten – Einreichungsnummer: 2190757 |
| Begründung für den Lieferengpass | keine Angaben |
(Stand der Meldung: 22.07.2025)
Wann ist das Medikament wieder verfügbar?
Da der Engpass im Fall PRAMIPEXOL HEXAL 0,52 MG RETARDTABLETTEN möglicherweise länger anhält, bleibt unklar, ob der derzeitige Geltungszeitraum beibehalten wird.
Besonders gefordert sind derzeit die Apotheken, die mit viel Improvisation auf die entsprechenden Engpässe reagieren müssen. Bei manchem Medikament ist es etwa möglich, von der Packungsgröße abweichen oder Alternativen ausgeben. Im Großen und Ganzen scheint das zwar gut zu funktionieren, langfristig ist das aber natürlich keine Lösung. Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, Abhilfe zu schaffen. Dieses sieht unter anderem Sicherheitspuffer bei den Herstellern vor und beinhaltet Sonderregelungen bei Mitteln für Kinder.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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apomio-Redaktion
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