Lieferengpass bei MOTILIUM TROPFEN 10 MG/ML SUSPENSION: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Arzneimittels
Zuletzt wurde am 05.05.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Arzneimittel MOTILIUM TROPFEN 10 MG/ML SUSPENSION bezieht. Schon vor längerer Zeit war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Schwierigkeiten gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Mittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Auch MOTILIUM TROPFEN 10 MG/ML SUSPENSION ist aktuell betroffen.
Probleme in der Produktion bei MOTILIUM TROPFEN 10 MG/ML SUSPENSION
Aktuell ist die Lieferengpassmeldung für das Medikament, vertrieben von Cheplapharm Arzneimittel GmbH, im Zeitraum vom 08.11.2024 bis zum 30.09.2025 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Als Alternativpräparat für MOTILIUM® TROPFEN 10 MG/ML wird jedoch vom Bundesinstitut Motilium Tropfen 10 mg/ml Suspension – Einreichungsnummer: 2102252 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Lassen Sie sich vor dem Kauf von Produkten stets von Fachkräften beraten.
Lieferengpässe können immer wieder aus verschiedenen Gründen entstehen, etwa wegen Produktionsproblemen sowie regulatorischen Hürden, die sich auf die Freigabe und den Transport von Medikamenten auswirken können. Für MOTILIUM® TROPFEN 10 MG/ML sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird. Weiterhin ergänzt das Bundesinstitut dazu: “bulk production problem”.
MOTILIUM TROPFEN 10 MG/ML SUSPENSION: Die Details zum Medikament
Bei MOTILIUM® TROPFEN 10 MG/ML handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Domperidon von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Übelkeit und Erbrechen
Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:
- Dieses Arzneimittel wird bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre und mit einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr zur Besserung von Übelkeit und Erbrechen angewendet.
- Dies ist ein Arzneimittel, welches die Bewegungen oder Kontraktionen des Magens oder Darms erhöht (Prokinetikum, Antiemetikum, selektiv peripherer Dopamin-Antagonist).
| Medikament | MOTILIUM TROPFEN 10 MG/ML SUSPENSION |
|---|---|
| Hersteller | Cheplapharm Arzneimittel GmbH |
| PZN | 02084248 |
| Wirkstoff | Domperidon |
| Gültigkeitszeitraum | 08.11.2024 bis 30.09.2025 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | Motilium Tropfen 10 mg/ml Suspension – Einreichungsnummer: 2102252 |
| Begründung für den Lieferengpass | Probleme in der Herstellung |
(Stand der Meldung: 05.05.2025)
Verfügbarkeit und Ausblick
Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall MOTILIUM TROPFEN 10 MG/ML SUSPENSION ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.
Derzeit sind die Apotheken stark gefordert und müssen clever auf die vorhandenen Engpässe reagieren. In bestimmten Fällen können sie beispielsweise von der vorgegebenen Packungsgröße abweichen oder Alternativen bereitstellen. Obwohl dies derzeit gut funktioniert, ist das jedoch langfristig keine Lösung. Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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apomio-Redaktion
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