Lieferengpass bei HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Medikaments

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 21. August 2025

Zuletzt wurde am 10.04.2025 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Präparat HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN bezieht. Schon zuvor war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Präparat gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Lieferprobleme bei Medikamenten sind in Deutschland zwar kein neues Phänomen, doch gegenwärtig hat sich die Lage in der Versorgung weiter zugespitzt. Immer mehr Patienten sind gezwungen, auf lebenswichtige Medikamente zu verzichten oder auf alternative Behandlungen umzusteigen. Auch HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN ist aktuell betroffen.

Details zum Lieferengpass beim Medikament HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN

Für das Medikament vom Hersteller PB Pharma GmbH erstreckt sich die Lieferengpassmeldung vorerst bis zum 15.08.2025. Das Lieferdefizit ist vor allem deshalb problematisch, weil das Medikament eine hohe Relevanz für Krankenhäuser hat. Als Alternativpräparat für HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN wird jedoch vom Bundesinstitut Palladone retard 24 mg – Einreichungsnummer: 2182664 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. In jedem Fall muss beachtet werden: Es ist strikt davon abzuraten, im Ausland nach Ersatzlösungen zu suchen.

Eine Schlüsselentwicklung hat wesentlich dazu beigetragen, die Problematik von Lieferengpässen zu verschärfen. Auf der einen Seite haben Rabattverträge, die zwischen den Krankenkassen und Pharmaunternehmen geschlossen wurden, zu Preissenkungen bei Arzneimitteln geführt, insbesondere bei Generika (wirkstoffgleiche Kopien). Dies ist vorteilhaft für die Patienten, hat jedoch zur Folge, dass Pharmaunternehmen, die ihre Medikamente in Deutschland vertreiben, bestrebt sind, die Wirkstoffe zu günstigsten Konditionen zu beschaffen, was oft in China oder Indien geschieht. Für HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten eine erhöhte Nachfrage mit. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.

HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN: Die Details zum Medikament

Bei HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN handelt es sich um ein zugelassenes Medikament, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Hydromorphonhydrochlorid von Bedeutung ist.

Medikament HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN
Hersteller PB Pharma GmbH
PZN 14256915
Wirkstoff Hydromorphonhydrochlorid
Gültigkeitszeitraum 02.09.2024 bis 15.08.2025
relevant im Krankenhaus ja
Alternativpräparat Palladone retard 24 mg – Einreichungsnummer: 2182664
Begründung für den Lieferengpass Erhöhte Nachfrage

(Stand der Meldung: 10.04.2025)

Wann ist das Medikament wieder lieferbar?

Ob es im Fall HYDROMORPHON PAINBREAK 24 MG RETARDTABLETTEN beim aktuell definierten Geltungszeitraum bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Engpass noch länger anhält.

Aktuell sind die Apotheken besonders gefordert und müssen klug auf die vorhandenen Engpässe reagieren. Bei einigen Medikamenten ist es möglich, von der Standardpackungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Obwohl dies derzeit gut zu funktionieren scheint, stellt es auf Dauer jedoch keine ausreichende Lösung für die Probleme dar. Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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