Lieferengpass bei FUSICUTAN SALBE: Darum ist das Medikament nach wie vor nicht lieferbar
Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt am 02.05.2025 mitteilte, kommt es aktuell auch beim Medikament FUSICUTAN SALBE weiterhin zu Lieferengpässen. Bereits am 09.04.2025 war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Schwierigkeiten gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Mittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Auch FUSICUTAN SALBE ist aktuell betroffen.
Details zum Lieferengpass beim Medikament FUSICUTAN SALBE
Aktuell ist die Benachrichtigung über den Lieferengpass des Medikaments von Dermapharm AG (D) für den Zeitraum vom 02.04.2025 bis zum 31.12.2025 in Kraft. Das Lieferdefizit ist vor allem deshalb schwierig zu bewältigen, weil das Medikament eine hohe Relevanz für Krankenhäuser hat. Als Alternativpräparat für FUSICUTAN® CREME wird jedoch vom Bundesinstitut Fusicutan Salbe – Einreichungsnummer: 2158524 vorgeschlagen, was die Lage etwas entspannen könnte. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Es ist nachdrücklich davon abzuraten, im Ausland nach Ersatzlösungen zu suchen.
Viele Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass Medikamente nicht rechtzeitig geliefert werden können. So können neben Produktionsproblemen auch regulatorische Faktoren eine Rolle spielen, wie z.B. behördliche Zulassungen und Kontrollen, die die Produktion und Lieferung verzögern. Im vorliegenden Fall teilt das BfArM als Begründung für die aktuellen Lieferschwierigkeiten “unzureichende Produktionskapazitäten” mit. Weitere Details gab das Bundesinstitut dazu nicht bekannt.
FUSICUTAN SALBE: Die Details zum Arzneimittel
FUSICUTAN® CREME ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Fusidinsäure (Ph.Eur.) von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Lokale Infektion der Haut und der Unterhaut, nicht näher bezeichnet
Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:
- Das Arzneimittel ist ein spezifisches Hautantibiotikum.
- Die gute Wirksamkeit zeigt sich im schnellen Abklingen der Infektion, also im Nachlassen von Schmerz, Spannung und Druck, einer raschen Eliminierung der Krankheitserreger und einer beschleunigten Wundheilung.
- Das Arzneimittel bietet neben therapeutischen Vorteilen der antibakteriellen Wirksubstanz besondere Vorzüge, wenn chronisch krustige Hautinfektionen vorliegen. Es hält Feuchtigkeit zurück und weicht dadurch harte Krusten auf.
- Es wird angewendet zur lokalen Behandlung von oberflächlichen infizierten Hauterkrankungen, die durch Fusidinsäure-empfindliche Bakterien hervorgerufen werden.
| Medikament | FUSICUTAN SALBE |
|---|---|
| Hersteller | Dermapharm Aktiengesellschaft |
| PZN | 04980975 |
| Wirkstoff | Fusidinsäure (Ph.Eur.) |
| Gültigkeitszeitraum | 02.04.2025 bis 31.12.2025 |
| relevant im Krankenhaus | ja |
| Alternativpräparat | Fusicutan Salbe – Einreichungsnummer: 2158524 |
| Begründung für den Lieferengpass | Unzureichende Produktionskapazitäten |
(Stand der Meldung: 02.05.2025)
Arzneimittel-Knappheit in Deutschland aktuell – Ein Ende in Sicht?
Da der Engpass im Fall FUSICUTAN SALBE möglicherweise länger anhält, bleibt unklar, ob der derzeitige Geltungszeitraum beibehalten wird.
Die Apotheken sind derzeit besonders gefordert und müssen mit viel Weitblick auf die entsprechenden Engpässe reagieren. In manchen Fällen ist es beispielsweise möglich, von der vorgeschriebenen Packungsgröße abzuweichen oder Alternativen auszugeben. Zwar scheint dies im Großen und Ganzen gut zu funktionieren, es ist jedoch auf lange Sicht keine Lösung des Problems. Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Nach Verabschiedung eines Gesetzes für Deutschland durch die Bundesregierung im Juli 2023 hat die Europäische Kommission im Oktober 2023 ein Dokument zur Bewältigung des Medikamentenmangels vorgelegt. Das vorrangige Ziel ist die Verlagerung der Produktion nach Europa.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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