Lieferengpass bei BENDACITABIN 38 MG/ML: Wie lange wird die Knappheit anhalten?

apomio-Redaktion
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Aktualisiert am 09. September 2025

Das für Medikamente zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bereits im Jahr 2023 veröffentlicht, dass es anhaltend beim Arzneimittel BENDACITABIN 38 MG/MLEngpässe bei der Lieferung gibt. Wieso es zu Einschränkungen kommt und wofür das Mittel gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.

Auch in Deutschland sind Lieferengpässe bei Medikamenten inzwischen eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitswesen. Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen, da die benötigten Arzneimittel nicht verfügbar sind. Manche fehlen bereits seit einigen Monaten, andere können recht schnell wieder geliefert werden. Das gilt aktuell auch für BENDACITABIN 38 MG/ML.

Probleme in der Produktion bei BENDACITABIN 38 MG/ML

Aktuell ist die Lieferengpassmeldung für das Medikament, vertrieben von Bendalis GmbH, im Zeitraum vom 04.12.2023 bis zum 31.01.2027 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für BENDACITABIN 38 MG/ML 200 MG PLV.Z.H.E.INFUS.-LSG. wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. In jedem Fall kann es aber von Nutzen sein, in der Apotheke nach Alternativen zu suchen. In jedem Fall muss beachtet werden: Suchen Sie auf keinen Fall im Ausland nach Alternativen.

Lieferengpässe bei Medikamenten können durch verschiedene Faktoren entstehen. Eine wichtige Ursache sind die Produktion und Verfügbarkeit von Rohstoffen, aus denen die Arzneimittel hergestellt werden. Wenn es hier Defizite gibt, kann es zu einer Unterbrechung in der Lieferkette kommen. Im vorliegenden Fall sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird. Weiterhin ergänzt das Bundesinstitut dazu: “Der derzeitige Lohnhersteller hat die Produktion des Fertigarzneimittels eingestellt”.

BENDACITABIN 38 MG/ML: Die Details zum Medikament

Bei BENDACITABIN 38 MG/ML 200 MG PLV.Z.H.E.INFUS.-LSG. handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das vor allem wegen seines Wirkstoffes Gemcitabinhydrochlorid von Bedeutung ist.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Krankheiten verschrieben:

  • Bösartige Neubildung: Brustdrüse, nicht näher bezeichnet
  • Bösartige Neubildung: Pankreas, nicht näher bezeichnet
  • Bösartige Neubildung: Harnblase, nicht näher bezeichnet
  • Bösartige Neubildung: Bronchus oder Lunge, nicht näher bezeichnet
  • Bösartige Neubildung des Ovars

Zum Medikament und seiner Anwendung kann entsprechend zusammengefasst werden:

  • Das Präparat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Zytostatika” genannt werden. Diese Arzneimittel zerstören sich teilende Zellen, einschließlich Krebszellen.
  • Es kann abhängig von der Krebsart alleine oder in Kombination mit anderen Zytostatika gegeben werden.
  • Das Arzneimittel wird zur Behandlung von folgenden Krebsarten angewendet:
    • Lungenkrebs vom „nichtkleinzelligen” Typ (NSCLC), alleine oder in Kombination mit Cisplatin.
    • Bauchspeicheldrüsenkrebs.
    • Brustkrebs, zusammen mit Paclitaxel.
    • Eierstockkrebs, zusammen mit Carboplatin.
    • Harnblasenkrebs, zusammen mit Cisplatin.
Medikament BENDACITABIN 38 MG/ML
Hersteller Bendalis GmbH
PZN 15193447
Wirkstoff Gemcitabinhydrochlorid
Gültigkeitszeitraum 04.12.2023 bis 31.01.2027
relevant im Krankenhaus nein
Alternativpräparat keine Angaben
Begründung für den Lieferengpass Probleme in der Herstellung

(Stand der Meldung: 01.12.2023)

Wann ist das Medikament wieder lieferbar?

Die Möglichkeit einer Verlängerung des Geltungszeitraums besteht im Fall BENDACITABIN 38 MG/ML aufgrund des anhaltenden Engpasses.

Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann. Schon seit längerem gab es Bestrebungen, Lieferengpässe von Arzneimitteln einzudämmen. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene gibt es inzwischen Gesetze und Strategiepapiere. Darin sind sowohl Sofortmaßnahmen als auch langfristige Strategien festgehalten worden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++

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