Lieferengpass bei ACEMETACIN STADA 60 MG HARTKAPSELN: Wie lange wird die Knappheit anhalten?
Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt am 21.05.2025 mitteilte, kommt es aktuell auch beim Präparat ACEMETACIN STADA 60 MG HARTKAPSELN weiterhin zu Lieferengpässen. Schon vor längerer Zeit war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es derzeit zu Einschränkungen kommt und wofür das Präparat gebraucht wird, erfahren Sie hier im Artikel.
Schon vor der Corona-Pandemie hat es bei der Lieferung von Arzneimitteln immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Nun ist die Lage aber ernst: Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen. Auch ACEMETACIN STADA 60 MG HARTKAPSELN ist aktuell betroffen.
Probleme in der Produktion bei ACEMETACIN STADA 60 MG HARTKAPSELN
Derzeit betrifft die Lieferengpassmeldung das Medikament von ALIUD Pharma GmbH und ist für den Zeitraum vom 01.07.2024 bis zum 18.01.2026 wirksam. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für ACEMETACIN STADA® 60 MG wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. Dennoch kann es sich lohnen, in der Apotheke nach Alternativen zu fragen. Unzweifelhaft ist aber: Produkte sollten erst nach fachkundiger Beratung erworben werden.
Lieferengpässe bei Medikamenten können durch verschiedene Faktoren entstehen. Eine wichtige Ursache sind die Produktion und Verfügbarkeit von Rohstoffen, aus denen die Arzneimittel hergestellt werden. Wenn es hier Defizite gibt, kann es zu einer Unterbrechung in der Lieferkette kommen. Im vorliegenden Fall sind für die derzeitige Knappheit des Medikaments nach Angaben des BfArM Produktionsprobleme verantwortlich, wobei als Detail “Probleme in der Herstellung” angegeben wird.
ACEMETACIN STADA 60 MG HARTKAPSELN: Die Details zum Medikament
ACEMETACIN STADA® 60 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Acemetacin von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Diagnosen verschrieben:
- Chronische Polyarthritis, nicht näher bezeichnet: Mehrere Lokalisationen
- Spondylitis ankylosans: Nicht näher bezeichnete Lokalisation
- Sonstige näher bezeichnete entzündliche Spondylopathien: Nicht näher bezeichnete Lokalisation
- Chronische Polyarthritis, nicht näher bezeichnet: Nicht näher bezeichnete Lokalisation
- Gicht, nicht näher bezeichnet: Nicht näher bezeichnete Lokalisation
- Arthrose, nicht näher bezeichnet: Nicht näher bezeichnete Lokalisation
- Arthritis, nicht näher bezeichnet: Nicht näher bezeichnete Lokalisation
| Medikament | ACEMETACIN STADA 60 MG HARTKAPSELN |
|---|---|
| Hersteller | STADAPHARM GmbH |
| PZN | 11140520 |
| Wirkstoff | Acemetacin |
| Gültigkeitszeitraum | 01.07.2024 bis 18.01.2026 |
| relevant im Krankenhaus | nein |
| Alternativpräparat | keine Angaben |
| Begründung für den Lieferengpass | Probleme in der Herstellung |
(Stand der Meldung: 21.05.2025)
Wann ist das Medikament wieder verfügbar?
Eine Verlängerung des Geltungszeitraums im Fall ACEMETACIN STADA 60 MG HARTKAPSELN ist derzeit nicht ausgeschlossen, da der Engpass weiterhin besteht.
Besonders gefordert sind derzeit die Apotheken, die mit viel Improvisation auf die entsprechenden Engpässe reagieren müssen. Bei manchem Medikament ist es etwa möglich, von der Packungsgröße abweichen oder Alternativen ausgeben. Im Großen und Ganzen scheint das zwar gut zu funktionieren, langfristig ist das aber natürlich keine Lösung. Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Das im Juli 2023 in Kraft getretene “Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung” hat das Ziel, das Problem der Lieferengpässe einzudämmen. Laut der offiziellen Website des Bundesgesundheitsministeriums zielt es darauf ab, die Produktion von Medikamenten vermehrt in Europa anzusiedeln, um die Herausforderung der Lieferengpässe anzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu erhöhen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt.+++ +++
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