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FLAMMAZINE (50 g)

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ACA Müller/ADAG Pharma AG
PZN: 8874247 (rezeptfrei)
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Hersteller: ACA Müller/ADAG Pharma AG
PZN: 8874247 (rezeptfrei)
Darreichung: Creme | Reimport
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Produktinformationen zu FLAMMAZINE

Allgemeine Informationen zu dem Produkt

ACA Müller/ADAG Pharma AG PZN: 8874247 (rezeptpflichtig) Creme, 50 g Reimport 5,00 € Zuzahlung für Versicherte gesetzl. Krankenvers.
Darreichungsform: Creme Verordnungsart: rezeptpflichtig
Wirkstoff & Hilfsstoff Menge
Wirkstoffe
Sulfadiazin, Silbersalz 10 mg
Sulfadiazin 7 mg
Hilfsstoffe
Propylenglycol 70 mg
Polysorbat 60 +
Polysorbat 80 +
Glycerol monostearat 40-55 +
Paraffin, dickflüssig +
Wasser, gereinigt +
Cetylalkohol 40 mg

Pflichtangaben: FLAMMAZINE

Zusammensetzung

Hilfsstoffe
  • Sulfadiazin, Silbersalz 10mg
  • Sulfadiazin 7mg

Indikation

  • Das Präparat ist eine Sulfonamid-Silbersalzhaltige Creme zum Auftragen auf die Haut.
  • Es wird angewendet bei oberflächlichen, frischen und infektionsgefährdeten Wunden nach Verbrennungen, Verbrühungen und leichteren Säureverätzungen der Haut.

Kontraindikation

  • Benutzen Sie das Arzneimittel nicht:
    • wenn Sie allergisch gegen Sulfadiazin -Silber oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • im 3. Trimenon der Schwangerschaft
    • bei Früh- und Neugeborenen.

Dosierung

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, wird das Präparat im Allgemeinen einmal täglich angewendet.

 

  • Dauer der Anwendung:
    • Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der zu Grunde liegenden Erkrankung und wird von Ihrem Arzt bestimmt. Meist liegt die Anwendungsdauer bei 10 bis 14 Tagen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten:
    • Bei großflächiger Anwendung, insbesondere bei starker Hautentzündung oder bei schweren Verbrennungen, sind die nach oraler Einnahme von Sulfadiazin bekannten Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen, Blutarmut (Anämie), Leber- und Nierenveränderungen (Lebernekrose, interstitielle Nephritis), Ausfällungen im Urin (Kristallurie), Arzneimittelfieber, quaddelartige (urtikarielle) Hautausschläge und Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) nicht auszuschließen.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben:
    • Sollten Sie einmal zu wenig angewendet haben oder eine Anwendung vergessen haben, so besteht die Möglichkeit, dass sich die Wirkung nicht voll entfalten kann. Wenden Sie beim nächsten Mal jedoch nicht die doppelte Menge an, sondern bleiben Sie bei Ihrem Dosierungsplan.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen:
    • Unterbrechen Sie die Behandlung oder beenden Sie die Anwendung vorzeitig, müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte Wirkung nicht einstellt bzw. sich das Krankheitsbild wieder verschlechtert. Nehmen Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung eigenständig beenden oder unterbrechen wollen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieser Creme haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Die Creme enthält Sulfadiazin, ein Antibiotikum aus der Sulfonamidgruppe.
  • Daher sollte das Präparat bei allen Vor- und Begleiterkrankungen, die durch Aufnahme von Sulfonamiden nachteilig beeinflusst werden können, nur nach strenger Nutzen-Risiko- Abwägung durch Ihren Arzt angewendet werden.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie die Creme anwenden, falls Sie:
      • überempfindlich gegenüber Sulfonamiden sind, wie z.B. Sulfonylharnstoff-Antidiabetika oder Diuretika (harntreibende Mittel) auf Sulfonamidbasis.
      • eine Krankengeschichte mit blasenbildender Entzündung der Haut (Erythema exsudativum multiforme) aufweisen,
      • an krankhaften Blutbildveränderungen mit Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) leiden,
      • einen angeborenen Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel der Erythrozyten haben,
      • an Hämoglobinanomalien wie Hb Köln und Hb Zürich leiden,
      • Nierenfunktionsstörungen haben,
      • Leberschäden oder Leberfunktionsstörungen (z. B. akute Hepatitis) haben,
      • akute Porphyrie (Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes) haben.
      • an Schilddrüsenfunktionsstörungen leiden.
      • Sie wissen, dass Sie ein „Langsam-Acetylierer" sind, was bedeutet, dass die Enzyme in Ihrer Leber Arzneimittel langsamer abbauen als üblich.
    • Im Anwendungsbereich kann es unter dem Einfluss von Sonnenlicht zu einer Graufärbung der Haut kommen, daher sollten die behandelten Stellen vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt werden.
    • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch epidermale Nekrolyse), die möglicherweise lebensbedrohlich sind, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung berichtet. Diese zeigen sich anfänglich als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken (oft mit einer Blase in der Mitte) am Körperstamm. Der Hautausschlag kann zu einer großflächigen Blasenbildung oder Ablösung der Haut führen.
    • Zusätzliche Symptome, auf die geachtet werden sollte, sind offene, schmerzende Stellen (Ulcera) in Mund, Hals, Nase und im Genitalbereich sowie gerötete und geschwollene Augen (Konjunktivitis). Diese möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen werden oft von grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen) begleitet.
    • Das höchste Risiko für das Auftreten dieser schweren Hautreaktionen besteht in den ersten Behandlungswochen.
    • Wenn bei Ihnen ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung aufgetreten ist, dürfen Sie nie wieder mit dem Präparat behandelt werden.
    • Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Teilen Sie ihm mit, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
    • Eine langandauernde oder eine großflächige Anwendung kann die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöhen.
    • Kinder
      • Benutzen Sie diese Creme nicht bei Früh- oder Neugeborenen, da Sulfonamide einen Kernikterus verursachen können (dies ist eine sehr seltene Art eines Hirnschadens, welcher bei Neugeborenen mit schwerer Gelbsucht auftritt).

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Das Präparat hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft:
    • Benutzen Sie das Präparat nicht während des 3. Trimenons Ihrer Schwangerschaft. Während anderer Schwangerschaftsphasen sollten Sie das Präparat nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
  • Stillzeit:
    • Auch nach der Entbindung kann über das Stillen mit der Muttermilch ein Anteil des aus der Creme in den Körper der Mutter aufgenommenen Sulfonamides an das Neugeborene weitergegeben werden. Diese Menge stellt für gesunde Säuglinge aber sehr wahrscheinlich kein besonderes Risiko dar.
    • Da aber alle Sulfonamide das Risiko eines Kernikterus (Einlagerung von giftigem Bilirubin im Gehirn von Neugeborenen) erhöhen, ist bei der Anwendung während der Stillzeit Vorsicht geboten. Neugeborene mit einem erhöhten Gehalt von Gallenfarbstoffen im Blut (=Hyperbilirubinämie) sowie Frühgeborene sollten dagegen während der mütterlichen Behandlung nicht gestillt werden. Das gilt auch für Neugeborene mit einer Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen in Form des Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase Mangels.

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